Australien-Backpacker: ich packe meinen Rucksack… mit System!

Die Reise ist geplant, der passenden Rucksack liegt zuhause, da stellt sich die Frage: „Was muss mit & wie kriege ich alles sinnvoll da hinein??“ Jeder erfahrene Backpacker entwickelt da sein eigenes System, aber hier ein paar Tipps für den Anfang:

Backpacker-Rucksack richtig packenEine Packliste hat zwar einen spießigen Ruf, aber für längere Reisen ist sie einfach praktisch. Beispiele für diverse Reisearten findet Ihr im Internet oder Ihr setzt Euch vorher hin und überlegt in Ruhe, was Ihr alles braucht. Der Blick ins Internet sollte dennoch nicht fehlen – wetten, dort findet Ihr noch etwas, was Ihr nicht bedacht habt? Mit der Liste lässt sich die Menge gut einschätzen, die im Rucksack Platz finden soll. Wenn sie zu lang ist, fallen Gegenstände auf, die nicht unbedingt nötig sind und „aussortiert“ werden können. Mit Hilfe der Packliste steht dann das Probepacken an – es lohnt sich dafür Zeit einzuplanen, um die beste Packvariante zu finden.

Um das Hauptfach gut bepacken zu können, füllt Ihr als erstes das Bodenfach fest aus. So kann der Inhalt darüber nicht leicht verrutschen und den Schwerpunkt verlagern. Besonders wichtig ist es, leichte Dinge wie den Schlafsack unten und an den Seiten zu verstauen. Schwere Gegenstände sollten in der Mitte und dabei in Rückennähe Platz finden. Das Gewicht ist auf diese Weise für den Rücken am besten verteilt: Euer Rucksack liegt so durch den Hüftgurt auf dem Becken und Ihr werdet nicht von ihm nach hinten gezogen oder belastet Eure Schultern einseitig. Ist ein fester Gang wichtig (z.B. in unebenen Gelände), muss der Rücken etwas zurückstecken. Die schweren Gegenstände finden also in der Mitte Platz – der Schwerpunkt des Rucksacks liegt tiefer und ermöglicht einen stabileren Gang.

Fast immer und überall könnt Ihr in Schauer geraten. Ein Regenschutz sollte zwar immer griffbereit sein, dennoch kann es den Rucksack erwischen. Dann nichts Trockenes zum Wechseln zu haben, ist unangenehm. Die einfachste Lösung: Schlafsack und einen kompletten Satz Kleidung regengeschützt in Plastiktüten im Rucksack verstauen. Das kann Euch echt den Abend retten ;-) Plastik- und Glasbehältnisse, wie auch Dosen aus Metall, können immer kaputtgehen oder durch Druck, z.B. im Flugzeugtransportraum, auslaufen. In Plastiktüten verpacktes Duschzeug, Konserven, o. ä. richten da deutlich weniger Schaden an. Insgesamt können ordnungsliebende Backpacker mit Beuteln und Tüten einfacher den Überblick im Rucksack behalten.

Je übersichtlicher und platzsparender Ihr packt, desto geringer ist das Volumen Eures Rucksacks und er lässt sich besser tragen. Hosen, Pullis, usw. verstaut Ihr am besten fest und klein zusammengerollt und stopft kleine Kleidungsstücke in Lücken zwischen Gegenständen. Wenn alles untergebracht ist, zieht alle Riemen an – so werden z.B. die Reißverschlüsse geschont, der Inhalt fest zusammengehalten und der Rucksack ist noch kompakter.

Eure Wertgegenstände und andere wichtige Sachen, wie Medikamente, sind in Seitentaschen oder oben Deckeltasche nicht immer sicher. Dort sind Sachen gut untergebracht, die Ihr unterwegs braucht – Proviant, Buch, Reiseführer, Stadtplan, etc. Sofern es eine kleine Extratasche gibt, z.B. innen am Rücken, könntet Ihr dort eine kleine Geldreserve deponieren. Jedoch nur, wenn Ihr Euer Gepäck dann im Auge behaltet und nicht für den Flug aufgebt oder irgendwo deponiert. In dem Fall ist es besser, Wertgegenstände im kleinen Handgepäck zu verstauen, bzw. aufgeteilt mit sich zu tragen. Um euren Reisepass und wenigstens einen „Notgroschen“ vor Dieben zu verbergen, ist z.B. eine schmale Tasche, die wie ein Gürtel getragen wird, (Geldkatze) praktisch.

Am Ende des Packens gibt es dann noch eine Variante weitere Dinge mitzunehmen: Von Schuhen bis zum Zelt lässt sich theoretisch alles Mögliche außen anbinden. Auf den ersten Blick sehr reizvoll, doch für Flugreisen ungeeignet, da Eure außen befestigten Gegenstände sehr leicht beim Transport verloren gehen können. Und auch wenn Ihr zu Fuß unterwegs seid, ist es nicht optimal, wenn eine Menge Gegenstände permanent an eurem Rücken herumschlenkern. Sie verlagern ständig den Schwerpunkt – das mindert auf Dauer den Tragekomfort und kostet Euch Kraft. Wenn Ihr nur wenige Gegenstände so außen am Rucksack befestigt, dass sie unterwegs nicht schwingen können, ist das Tragen und Laufen angenehmer.

Wenn Euer Rucksack bepackt, geschlossen und zusammengezurrt ist, kann es losgehen, wohin auch immer es Euch zieht – viel Spaß dabei!

Working Holiday Australien

Über den Autor

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Kommentare (+)

Sabine schrieb am 10.07.2009:

Super Sache mit dem Rucksack zu reisen….habe ich schon so oft gemacht!
Allen viel Spaß dabei, die es noch machen werden
Lieben Gruß
Sabine

Matthias schrieb am 17.08.2009:

Für den Transport (Flugzeug, Boot, etc.) würde ich zusätzlich noch einen stabilen Transportsack empfehlen.
Dann gibts am Flughafen keine Tränen, wenn die Schnallen vom Transportband abgerissen wurden. Bei Nichtgebrauch verschwindet er dann einfach im Deckelfach.

Grüße
Matthias

anonym schrieb am 10.09.2009:

Ergänzung zu Matthias: Packsäcke können auch *während* des Aufenthalts sinnvoll genutzt werden! Als wasserdichte Picknick-Decke oder sonstige Unterlage, als Vorhang vor Fenstern ohne Gardinen/Rollos (einfach oben reinklemmen), als Transportgelegenheit für große, leichte Sachen (in Deutschland z.B. Plastikflaschen wg. Pfand, ansonsten schmutzige (Bett)Wäsche etc.)
Vergesst das gute Stück nicht, sobald ihr den Flughafen verlasst!

Rieke schrieb am 20.06.2010:

…was auch zu bedenken ist, dass es Transportsäcke gibt, die es zu lassen per Reißverschluss die Tragegurte auszusparen und somit kann man den Transportsack auch als Regenschutz verwenden!

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