Wer längere Zeit in Australien rumreist, hat immer wieder das Problem, dass Hostels auf die Dauer lästig werden, aber das Wohnen im eigenen Apartment schwer zu bezahlen und auch für eine kürzere Zeit schwer zu finden ist. Viele von euch haben sicherlich schon von Couchsurfing in Australien gehört, aber auch das ist längerfristig nicht wirklich bequem.
Darf ich vorstellen: AirBnB. Eine Mischung aus Hotel, Hostel und Couchsurfing. Privatleute bieten entweder ein Zimmer oder eine ganze Wohnung, manchmal auch ein ganzes Haus als Unterkunft an. Man zahlt pro Nacht, pro Woche oder manchmal auch pro Monat.
Ich wohnte über AirBnB in den letzten 8 Wochen bei 2 Mode-Designern in Tokyo, in meinem eigenen Mini-Apartment in Berlin, bei einem Möbeldesigner in Brooklyn und bei einem Film-Consultant in Venice Beach. Insgesamt waren alle meine Erfahrungen sehr positiv und ich würde es jederzeit wieder tun.
Ein paar Dinge, die man beim AirBnBing beachten sollte:
- Die Preise sind nicht immer günstiger als ein Hotel. Immer schön vergleichen. Manchmal zahlt man einfach mehr, weil es z.B. eine geniale Wohnung in bester Lage mit Pool ist.
- Erwartet nicht die gleichen Luxus-Standards wie bei Hotels. Das tolle an AirBnB ist, dass man nicht nur eine nette Unterkunft finden kann, sondern dass man auch oft gleich ein paar nette Locals kennenlernt. Ob man mit denen dann viel unternehmen will, hängt ganz von einem selbst ab.
- Liest euch immer die Reviews bei den Anzeigen durch. Wie bei Hotels gilt auch hier, je mehr und je positiver das Feedback, desto weniger böse Überraschungen wird es später geben. Bei Anzeigen von Usern, die ganz neu dabei sind, ist Vorsicht angesagt. Wer Fragen zum Thema Sicherheit hat, sollte sich im Saftey-Center umschauen.
- Auch wenn es mal nicht ganz so perfekt ist, wie es auf den Bildern aussieht, macht das Beste daraus! Es ist sicherlich ein Versuch wert und im Nachhinein ein echtes Reiseerlebnis!
- Auch für Australien gibt es ganz viele Angebote: Sydney, Melbourne, Brisbane, Adelaide, Perth und viele weitere Orte.
Wie gesagt, es ist eine nette und oft auch günstigere Alternative irgendwo zwischen Couchsurfing und Hotel. Wenn ihr vorhabt für eine längere Zeit zu bleiben, kontaktiert die Vermieter einfach über die Website im voraus und lasst euch ein Angebot machen. :)
Disclosure: Wenn ihr über einen Link zu AirBnB in diesem Beitrag bucht, erhalte ich ein paar Dollar auf mein Konto gutgeschrieben. :)
Kai Brach reiste 2002 das erste Mal als Backpacker nach Australien. Es folgten mehrere Jahre als Student, bis er 2008 ganz nach Australien auswanderte. Er lebt nun in Melbourne und betreibt neben Australien-Blogger auch
ausmag.de, eine Website zum Thema Work & Travel in Australien.
Flo schrieb am 14.10.2011:
Interessante Info und endlich auch wieder ein neuer Beitrag :-) Wir sind auch am überlegen, ob wir nicht nochmal nach Australien gehen. Da käme eine solche Unterkunft in Frage…